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Industriedenkmal in neuem Glanz

Körting-Pumpe am Wasserwerk Ost restauriert

Trinkwasserversorgung früher und heute: Während im Gebäude des 1909 errichteten Wasserwerks Ost modernste Technik zum Einsatz kommt, können  Ausflügler davor die historische Motor- und Pumpenanlage in Augenschein nehmen, die dort zwischen 1910 bis 1963 ihren Dienst verrichtete. Diese nach Außerdienststellung als Industriedenkmal auf der Freifläche aufgestellte Körting-Pumpe, konstruiert vom 1871 gegründeten und heute noch aktiven  Apparatebau-Unternehmen Körting mit Sitz in Hannover, erstrahlt jetzt in neuem Glanz.

Die Stadtwerke Langen als Betreiber der Wasserversorgung haben dabei eine Anregung der Heimatkundigen im Verkehrs- und Verschönerungsverein Langen (VVV) aufgegriffen und sowohl die historische Pumpe wie auch ihren Gasmotor restaurieren lassen. Übernommen haben diese Arbeiten mit der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH sowie der Firma Strahlkraft zwei ortsansässige Unternehmen.

Ein echter Hingucker: Die historische Körting-Pumpe (links) und ihr Gasmotor (rechts) vor dem Wasserwerk-Ost, sind restauriert worden. Darüber freuten sich bei der Präsentation (von links) Gerd Fitterer, Bereichsleiter Technik und Netzbetrieb der Stadtwerke, die Stadtwerke-Geschäftsführer Manfred Pusdrowski und Uwe Linder, Stefan Will und Volker Metz von Strahlkraft, VVV-Heimatkundiger Reinhold Werner, Wassermeister Matthias Döring und Thomas Keil, Geschäftsführer der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH.
Foto: Schaible/Stadtwerke Langen

Die technische Anlage, deren beide Geräteteile mit einem Transmissionsriemen miteinander verbunden waren, stand einst im hinteren Gebäude des Wasserwerkes Ost am verlängerten Hegweg (hinter dem Freizeit- und Familienbad). Bis 1963 hat sie bei Bedarf pro Stunde 36 Kubikmeter Wasser in den 50 Meter höher liegenden historischen Wasserhochbehälter auf dem Steinberg gepumpt. Von dort wurden damals die Langener Haushalte mit Trinkwasser  versorgt. Außerdem füllte diese Anlage, von denen es zwei im Wasserwerk gab, im Hochbehälter die so genannte „Feuerkammer“, die im Alarmfall eine größere Wassermenge für Löscharbeiten in das Langener Leitungsnetz abgab.

Die Geschäftsführer der Stadtwerke, Uwe Linder und Manfred Pusdrowski, dankten bei der Präsentation den Initiatoren, Organisatoren und Vertretern der  beteiligten Firmen für ihr Engagement. „Dieses Maschinendenkmal ist wieder zu einem echten Hingucker am verlängerten Hegweg auf dem Weg ins Mühltal  geworden“, betonten sie. In Kürze wird am Zaun noch ein Schild aufgestellt, das die Informationen zur Pumpe enthält.